Die zweite Phase - Teil 5

Die Entscheidung des Tyrannen Muhammad(Friede und Segen seien auf ihm) zu töten

 

Nun, da all die Pläne und Verschwörungen der Quraisch fehlgeschlagen waren, wandten sie sich wieder ihren alten Praktiken der Verfolgung und der Folterung der Muslime zu, in einer noch ernsteren und brutaleren Art wie je zuvor. Außerdem fingen sie an, den Gedanken zu pflegen den Propheten zu töten. Tatsächlich, im Gegensatz ihrer Erwartungen, dienten diese Methoden und dieser Gedanke indirekt dazu, dass der Aufruf zum Islam gefestigt wurde und unterstütze ihn mit der Konvertierung von zwei eisernen und mächtigen Helden von Mekka, nämlich Hamzah bin `Abdul- Muttalib und `Umar bin-ul-Chattab. (…)

 

`Utaibah bin Abu Leheb erreichte einst den Propheten und schrie ihn sehr frech und unverschämt an, “Ich glaube nicht an: “Bei dem Stern, wenn er sinkt.“(53:1) und an “Hierauf kam er näher und stieg hinunter“(53:8).[1] Dann begann er willkürlich den Propheten zu schlagen und versuchte ihn zu töten, zerriss sein Hemd und spuckte in sein Gesicht, aber sein Speichel verfehlte das Heilige Gesicht des Propheten. Daraufhin erbat der Prophet Allahs Zorn auf `Utaibah und flehte:

 

„O Allah! Setze einen deiner Hunde auf ihn an.“

 

Allah antwortete auf Muhammads flehen (und es passierte wie folgt):
Einst brachen `Utaibah und einige seiner Landsleute der Quraish nach Syrien auf und fanden Unterkunft in Ez-Zarqa`. Dort erreichte ein Löwe die Gruppe, zur großen Furcht für `Utbah, der auf einmal Muhammads Worte flehend widerrief und sagte: „Wehe meinem Bruder! Dieser Löwe wird mich sicher verschlingen, so wie es Muhammad es erbittet hatte. Er wird mich tatsächlich in Syrien töten während er ihn Mekka ist.“ Der Löwe eilte blitzschnell, schnappte sich `Utbah inmitten seiner  Leute und beißte seinen Kopf ab.[2]

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Es ist außerdem überliefert `Uqbah bin `Abu Mu`ait, den Propheten in den Nacken trat, während er sich im Gebet niederwarf bis seine Augen heraus streckten.[3]

 

(…)

 

`Urwa bin Az-Zubair überliefert: Ich fragte Abullah bin `Amir bin Al-As, erzähl mir von den schlimmsten Dingen, die die Heiden dem Propheten angetan haben. Er sagte: „Während der Prophet sein Gebet in Hidschr-ul-Kabaa[4] verrichtete, kam `Uqbah bin Al-Mu`ait und legte sein Gewand um den Hals des Propheten und drosselte ihn mit Gewalt. Ebu Bekr kam und schnappte ihn bei seiner Schulter und stoß ihn weg vom Propheten und sagte: “Willst du einen Menschen töten nur weil er sagt mein Gott ist Allah?“[5]

 

Und der Hadith von Esma: Es-Sariech kam zum Ebu Bekr und sagte: „Eile zu deine Gefährten!“ und er verließ uns und ging zu ihm raus und sagte (zu ihnen): „Wollte ihr einen Mann töten nur weil er sagt; mein Herr ist Allah?“ Daraufhin verließen sie ihn (den Propheten) und gingen zu Ebu Bekr (um ihn zu verprügeln) (…).[6]

 

 

Die Konvertierung von Hamzah bin `Abudl-Muttalib

 

In einer niedergeschlagenen Stimmung, unter dunkeln Wolken der Ungerechtigkeit und Tyrannei, erstrahlte am Horizont ein vielversprechendes Licht für die Unterdrückten, damit ist die Konvertierung von Hamzah bin `Abdul-Muttalib in Dhul Hijjah gemeint, in dem sechsten Jahr der Prophetenschaft.

 

Der Grund seiner Konvertierung:

Es ist überliefert, dass der Prophet eines Tages am Hügel von Safa saß als Abu Dschehl vorbei kam und die Religion, die er predigte, anklagte. Muhammad blieb ruhig und sprach kein einziges Wort. Abu Dschehl machte ungehindert weiter und nahm einen Stein und schleuderte ihn an den Kopf des Propheten, sodass er anfing zu bluten. Der Angreifer ging zum Versammlungszimmer um sich den Quraischiten anzuschließen. Kurz danach kam Hamzah von einem Jagdausflug zurück und nahm denselben Weg, mit seinem Bogen um die Schulter gehangen. Eine Bedienstete, die `Abullah bin Jada‘an gehörte, bemerkte die Unverschämtheit von Abu Dschehl und erzählte ihm die ganze Geschichte von dem Angriff auf den Propheten. Als Hamzah das hörte, war er sehr beleidigt und eilte zur Kaaba. Dort im Vorplatz des Heiligtums, fand er Abu Dschehl in Gesellschaft der Quraischiten. Hamzah stürzte sich auf ihn und schlug seinen Bogen mit Gewalt auf seinen Schädel und sagte:

„Ah! Du misshandelst Muhammad; Ich folge seiner Religion und befürworte was er predigt.“

Die Männer vom Stamm der Machzum wollte Abu Dschehl helfen und die Männer vom Stamm der Haschim wollten Hamza helfen, aber Abu Dschehl schickte sie weg indem er sagte:

„Lasst Abu`Ummarah alleine, bei Allah ich habe seinen Neffen schamlos beschimpft.“[7]

 

Tatsächlich war Hamza‘s Konvertierung zunächst vom Stolz eines Mannes abgeleitet, der die Nötigung  seiner Verwandten durch andere nicht akzeptiert. Später aber, reinigte Allah seine Art und es gelang ihm der Vertrauenswürdigste zu werden. Und die Muslime wurde dadurch sehr stolz.

 

Die Konvertierung von `Umar ibn-ul-Chattab

 

Eine weiter bedeutende Ergänzung zur Stärkung des Islams war die Konvertierung von `Umar ibn-ul-Chattab in Dhul-Hijjah, im sechsten Jahr der Prophetenschaft, drei Tag nach der Konvertierung von Hamzah.[8] Er war ein Mann von furchtlosem Mut und Entschlossenheit, in Mekka gefürchtet, respektiert und bisher ein bitterer Gegner der neuen Religion. Der traditionelle Bericht offenbart, dass der Prophet einst seine Hand hob im Gebet und sagte:

 

„ O Allah! Stärke den Islam durch ein von beiden Männern, die du mehr liebst: Abu Dschehl oder `Umar bin Al-Chattab.“

 

Offensichtlich war `Umar derjenige, der das Privileg verdiente.[9]

 

Wenn wir die verschiedenen Versionen hinterfragen die von der Konvertierung von `Umar erzählen, können wir sicher schlussfolgern, dass diverse widersprüchliche Emotionen, in seiner Seele, mit einander in Konflikt geraten sind. Auf der einen Hand, bewahrte er die Traditionen seiner Leute und war gewöhnt an die Ausübung von Genuss, in Form von Weinorgien; auf der anderen Hand bewunderte er außerordentlich das Durchhaltevermögen der Muslime und ihrer unermüdlichen Hingabe zu ihrem Glauben. Diese zwei extremen Sichten verursachten eine Art von Skepsis in seinen Gedanken und brachten ihn manchmal dazu zu glauben, dass die Lehren des Islam bessere und heiligere Samen des Lebens tragen. Darum würde er immer Anfälle von Empörung, direkt gefolgt von unerwarteten Schwächen, erfahren. Im Ganzen ist der Verlauf seiner Konvertierung sehr interessant und erfordert, dass wir ins Detail gehen.

 

Eines Tages verlies `Umar ibn-ul-Chattab das Haus, begab sich zum Heiligtum, wo er den Propheten beten sah und lauschte ihm wie er die Surah Al- Haqq (Kapitel 69- Die Wahrheit) aus dem Quran rezitierte, unter der Bedeckung der Kaaba. Die Worte Allahs wirkten auf ihn ein und berührten die innersten Zellen seines Herzens und er sagte: das ist wahrlich en Dichter, wie die Quraisch sagen, da rezitierte Er, Allahs Frieden und Segen auf ihm, rezitierte: „Das sind wahrlich die Worte eines edlen Gesandten. Das sind nicht die Worte eines Dichters. Wie wenig ihr glaubt! Da sagte Umar: (Dann) ein Wahrsager, und Er, Allahs Frieden und Segen auf ihm, rezitierte: Und es sind auch nicht die Worte eines Wahrsagers. Wie wenig ihr bedenkt! Es ist eine Offenbarung vom Herrn der Welten.“ (69:40-43)

 

Ab diesem Moment durchdrang der Islam sein Herz.[10]

 

Dennoch, die dunkle Schicht der vorislamischen Neigungen, der tiefverwurzelte traditionelle Fanatismus, so wie der blinde Stolz für seine Vorfahren überschatteten den  Kern der großartigen Wahrheit, die sich widerwillig einen Weg zu seinem Herzen bahnte. Er beharrte deshalb auf seinen Gräueltaten gegen den Islam und seine Anhänger, unachtsam der reinen und natürlichen Veranlagungen eines Menschen, die hinter der zerbrechlichen Fassade der vor-islamischen Ignoranz und Mentalität liegt. Sein scharfes Temperament und seine übermäßige Feindschaft gegenüber dem Propheten brachte ihn eines Tages dazu das Haus zu verlassen, mit dem Schwert in der Hand und dem Willen den Propheten zu töten. Er befand sich in einem Anfall von Zorn und war verärgert und wütend. Nu`aim ibn `Abdullah, ein Freund von `Umar, traf ihn zufällig auf halbem Wege. Was verursachte in ihm solch eine Aufregung und für wen brauchte er solch eine Wut, fragte er beiläufig.

`Umar sagte ernst: „Ich will Muhammed töten.“ Er sagte: Glaubst du das der Stamm von Haschim und Zuhrah lässt dich auf Erden wandeln lassen, wenn du Muhammad umbringst? Warum kümmerst du dich nicht um deine eigene Familie und leitest sie recht?“

 

„Welche Leute meines Hauses?“ fragte `Umar verärgert. „ Dein Schwager und deine Schwester sind abgefallen und verlassen deine Religion.“[11]

 

`Umar lief gezielt zu dem Haus seiner Schwester. Als er näher heran kam hörte er die Stimme von Chabbab ibn Aratt, der den Quran (eine Surah davon) „TaHa“ den beiden vorlas. Chabbab, der die Fußschritte wahrnahm zog sich heimlich zurück. Fatimah, `Umars Schwester, hielt inne und versteckte das Blatt. Aber `Umar hat längst die Stimme gehört.“ Was war das für ein Geräusch welches ich gerade gehört habe?“ schrie sie Umar an, während er wütend eintrat. Beide, seine Schwester und ihr Mann, erwiderten, “ Wir haben uns nur unterhalten.“ “Nein“ sagte er heftig fluchend, “Ich habe gehört das ihr abgefallen seid.“ Da sagte sein Schwager: „o Umar was wäre, wenn die Wahrheit nicht in deiner Religion liegt?“ Daraufhin stürzte er sich auf seinen Schwager und schlug ihn mehrmals bis Fatimah zu ihrem Mann zur Hilfe eilte. Daraufhin schlug Umar seine Schwester, sodass sie im Gesicht blutete. Der Ehemann und seine Ehefrau konnten sich nicht mehr beherrschen und schrien laut:“ Ja, wir sind Muslime, wir glauben an Allah uns Seinen Gesandten Muhammad, also mach was du willst.“ Als `Umar das Gesicht seiner geliebten Schwester sah, beschmiert mit Blut, wurde er weich und sagte: “Lasst mich sehen was ihr lest, sodass ich sehen kann was Muhammad gebracht hat.“ Fatimah erwiderte wütend:“ O Bruder, du bist unrein auf Grund deines Götzenglaubens, niemand außer den reinen darf es anfassen. So gehe und wasch dich zuerst.“ Er tat es und nahm die Seite und las die ersten Verse vom Kapitel 20 bis er hier angelangte:

„Gewiss! Ich bin Allah! Es gibt keinen Gott außer mir, so diene Mir und verrichte das Gebet zu Meinem Gedenken.“ (20:14).

 

`Umar las die Verse mit großem Interesse  und war sehr gebannt von ihnen. “ Wie großartig ist dies und wie elegant! Bitte bringt mich zu Muhammad.“ sagte er. Und als Chabbab das hörte, kam er aus seinem Versteck und sagte, “O `Umar, ich hoffe das Allah die Gebete des Propheten erhört hat, denn ich hörte ihn sagen: „ O Allah! Stärke den Islam, besonders durch ein von den beiden Männern, die du mehr liebst: Abu Dschehl oder `Umar ibn-ul-Chattab.“

`Umar ging fort, zu einem Haus in Safa, wo Muhammad geheime Treffen mit seinen Gefährten veranstaltete. `Umar erreichte den Platz währen das Schwert von seinem Arm geschwungen wurde. Er klopfte an die Tür. Die Gefährten des Propheten drehten sich um, damit sie sehen wer der Eindringling war. Einer von ihnen guckte durch einen Spalt in der Tür und taumelte zurück und rief: “Es ist `Umar mit seinem Schwert.“ Hamzah sagte, um die Angst seiner Freunde zu vertreiben: “Lass ihn rein. Als ein Freund ist er willkommen. Als ein Feind wird er seinen Kopf mit seinem eigenen Schwert abgeschnitten bekommen.“ Der Prophet bat seine Gefährten die Tür zu öffnen. Umar betrat das Haus. Der Prophet schreitet vor um den furchtbaren Besucher zu fassen, indem er sein Gewand und seine Schwertscheide schnappte und ihn nach dem Grund seines Besuches fragte. Daraufhin erwiderte `Umar: “O Gesandter Allahs, ich komme zu dir im Auftrag, um an Allah und Seinen Gesandten zu glauben und an das was er von seinem Herrn brachte.“ Erfüllt von Begeisterung schrien Muhammad und seine Gefährten laut: `Allahu Akbar´ (Allah ist groß).[12]

 

Die Konvertierung von `Umar war ein echter Triumph für die Belange des Islam. So großartig und unmittelbar war die Wirkung seiner Konvertierung auf die Situation der Gläubigen, die bis dahin Allah nur heimlich in ihren vier Wänden angebetet hatten, jetzt aber versammelten sie sich und führten ihre Riten der Anbetung öffentlich im Heiligtum aus. Dies verstärkte ihren Mut und Schrecken und Unbehagen ergriff die Quraisch.

 

Ibn Ishak überliefert mit seiner Überlieferungskette von `Umar: „Als ich den Islam annahm, erinnerte ich mich an den Erzfeind Muhammad, d.h. Abu Dschehl. Ich machte mich auf den Weg und klopfte an seine Tür. Als er heraus kam um mich zu sehen sagte ich ihm direkt, dass ich den Islam angenommen hatte. Er knallte augenblicklich die Tür abstoßend zu und verurteilte meinen Schritt als niederträchtig und hässlich.“ (…)

 

In der Tat verursachte `Umars Konvertierung sehr viel Aufregung in Mekka, sodass einige Leute ihn als Abtrünnigen verurteilten, er würde schon noch in seinem Glauben schwanken. Im Gegenteil, er beharrte in seiner Haltung, selbst wenn sein Leben in Gefahr wäre. Die Polytheisten der Quraisch marschierten zu seinem Haus mit dem Vorsatz in zu töten.

 

Abdullah ibn `Umar berichtete: Während `Umar zu Hause war, in einem Zustand der Angst, kam el-As ibn Wa`il es-Sehmy Ebu `Amr, der ein bestickten Umhang und ein Hemd mit seidenen Säumen trug. Er war von dem Stamm der Sehm, die unsere verbündeten waren in der vorislamischen Periode der Ignoranz. El-As sagte zu `Umar: Was ist los mit dir? Er sagte: Deine Leute wollen mich töten, wenn ich Muslim werde. El-As sagte: „Niemand wird dir etwas tun nachdem ich dir Schutz gewähre“. So ging el-As hinaus und traf die Leute, die in das gesamte Tal strömten. Er sagte: „Wo geht ihr hin?“ Sie antworteten: „Wir wollen den Sohn von el-Chattab, der den Islam angenommen hat“. El-`As sagte: „Es gibt keinen Grund für niemanden ihn anzufassen“. Somit zogen sich die Leute zurück.[13]

 

Außer dem Respekt gegenüber den Muslimen in Mekka, hatte `Umars Konvertierung ein anderen gewaltige Auswirkung. Mudschahid überliefert von Ibn-ul-Abbas, dass er Umar ibn-ul-Chattab gefragt hat, warum ihm der Beiname el-Faruq[14] gegeben wurde, er antwortete: Nachdem ich den Islam angenommen hatte, fragte ich den Propheten: „Sind wir nicht auf dem rechten Weg, im Diesseits und im Jenseits?“ Der Prophet antwortete: „Natürlich! Ich schwöre bei Allah, in Dessen Hand meine Seele ist, dass ihr auf dem Rechten seid, sei es tot oder lebendig.“ Ich fragte deshalb den Propheten: „Warum wir dann geheime Aktivitäten durchführen müssen. Ich schwöre bei Allah, der dich mit der Wahrheit gesandt hat, dass wir unsere Geheimhaltung verlassen werden und unsere edle Sache öffentlich verkünden werden.“ Wir gingen dann in zwei Gruppen hinaus, Hamzah führte eine an und ich die andere. Wir eilten zu der Moschee am helllichten Tag, als die Polytheisten der Quraisch uns sahen. Ihre Gesichter wurden blass und waren unglaublich niedergeschlagen und verärgert. Aus diesem Anlass gab mir der Prophet den Beinamen el-Faruq.[15]

Ibn Masud überlieferte, dass sie (die Muslime) nie fähig gewesen waren ihre religiösen Riten in der heiligen Stätte auszuüben, erst als `Umar den Islam annahm, konnten sie es.[16]

 

Suhaib ibn Sinan er-Rumy sagte: „Erst nach der Konvertierung von `Umar haben angefangen unseren Aufruf frei kund zu tun, uns zu versammeln und die heilige Stätte zu umkreisen. Wir wagten es sogar uns an einigen Ungerechten, die uns schadeten, zu rächen.[17]

Und Abdullah ibn Umar überlieferte: „Wir wurden sehr gestärkt seit dem ´Umar den Islam angenommen hat.W[18]

 

Die Maßgeblichen Verhandlungen der Quraisch mit dem Gesandten Allahs

 

Kurz nach der Konvertierung von diesen starken Helden, Hamzah ibn Abdulmuttalib und Umar ibn-ul-Chattab, klärten sich die Wolken der Tyrannei und der Unterdrückung und die Polytheisten realisierten, dass es nichts gebracht hatte die Muslime zu quälen. Sie begannen deshalb ihren Kampf in eine andere Richtung zu lenken. (…)

Ibn Ishaq sagte: (…) Eines Tages versammelten sich einige der wichtigsten Männer von Mekka. Utbeh ibn Rabia, der Bedeutendste unter ihnen, machte den Vorschlag sich dem Propheten, der alleine in der Moschee saß, zu nähern und mit ihm ein Angebot einzugehen. Wobei sie ihm jeden weltlichen Wohlstand geben, den er fordert, mit der Bedingung, das, er ruhig bleibt und seinen Glauben nicht länger verkündet. Die Leute der Quraisch befürworteten sein Vorhaben und forderten ihn auf es in die Tat umzusetzen. Utbeh näherte sich dem Propheten und sprach ihn mit den folgenden Wörtern an:[19]

„O Sohn meines Bruders (…) Du kamst zu deinem Volk mit einer gewaltigen Angelegenheit, mit der du ihre Gemeinschaft gespaltet, ihre weisen Männer lächerlich gemacht, ihre Götter und Religion verschmäht und einige ihrer Vorväter verleumdet hast. Ich möchte dir einige Angebote machen, vielleicht nimmst du ja einige an“[20]

 

Der Gesandte Allahs sagte: „Sprich Abul Welid ich höre

 

„O Sohn meines Bruders, wenn du dies alles tust um Reich zu werden, werden wir uns zusammen tun und zum Reichsten unter uns machen. Falls Ehre und Ansehen dich steuert, werden wir dich zu unserem Oberhaupt machen und keine Angelegenheit ohne dich besprechen. Wenn du eine königliche Herrschaft wünschst, machen wir dich zum König über uns. Wenn du unter der Einflüsterung einer bösen Macht stehst, die dich im Griff hat und dich beherrscht und du nicht in der Lage bist es abzuschütteln, dann holen wir für dich den besten Arzt um dich zu heilen.“

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Hast du alles gesagt o Abul Welid?“ fragte Muhammad. Er sagte: „Ja“

 

„Im Namen Allahs, dem Allerbarmer, dem Barmherzigen. Ha-Mim. (Dies ist) eine Offenbarung vom Allerbarmer, dem Barmherzigen. Ein Buch, dessen Verse als Quran in arabischer Sprache zugeschnitten wurden für Leute, die Wissen besitzen. Als Bringer froher Botschaft und Warner. Doch die meisten von ihnen kehren sich (von ihm) ab, so dass sie (ihn) nicht hören. "Und sie sagen: "Unsere Herzen sind vor dem verhüllt, wozu du uns aufrufst…“ (41: 1-5)

 

Der Gesandte Allahs rezitierte weiter während Utbeh da saß und ihm aufmerksam zuhörte. Seine Hand hatte er hinter seinem Rücken, um sich zu unterstützen. Als der Gesandte zu dem Vers kam, der die Niederwerfung verlangt, warf er sich nieder. Gleich danach dreht er sich zu Utbeh um und sagte:

 

„Nun Abul Welid! Du hast gehört, was du gehört hast, du und jene.“

 

Utbeh zog sich zurück zu seinen Leuten, um sie über die Haltung des Propheten zu benachrichtigen. Als seine Landsleute ihn sahen, schwuren sie, dass er mit einem anderen Gesichts zurückgekehrt ist, als den er vor dem Treffen des Propheten hatte. Er teilte ihnen sofort alle Details des Vortrages mit und die Antwort die er erhielt und fügte noch hinzu: „Ich habe zuvor noch keine ähnlichen Worte gehört. Sie entstanden weder durch Dichter noch durch Hexenkraft, noch durch Wahrsagerei. O Leute der Quraisch! Ich bitte euch meinen Rat zu beherzigen und gestattet dem Mann völligen Freiheit seine Ziele fortzusetzten, auf welcher Weise könnt ihr euch sonst sicher von ihm lösen. Ich schwöre, dass seine Worte eine hohe Botschaft haben. Sollten die anderen Araber euch von ihm befreien, dann werden sie euch Schwierigkeiten ersparen, aber wenn er die Macht über die Araber besitzt, werdet ihr euch in seiner königlichen Herrschaft sonnen und an seiner Macht teilhaben.“ Diese Worte stießen natürlich auf taube Ohren und wirkten nicht auf die Ungläubigen, die Utbeh verspotteten und behaupteten, dass der Prophet ihn verhext hat.[21]

 

In einer anderen Version der gleichen Begebenheit wird berichtet, dass Utbeh dem Propheten weiter aufmerksam zuhörte bis die Worte Allahs rezitiert wurden:

 

"Doch wenn sie sich abkehren, so sprich: "Ich habe euch vor einem grausamen Schrei, wie der Schrei der `Ad und Talmud gewarnt."

(Al-Quran 41:13)

 

Demzufolge stand Utbeh auf und war fassungslos und legte seine Hand auf den Mund des Propheten und flehte ihn an: „Ich bitte dich im Namen Allahs und enger Verbundenheit aufzuhören, damit kein Unheil auf die Leute der Quraisch herein bricht.“ Daraufhin kehrte er eilig zurück zu seinen Leuten und informierte sie über das was er hörte.[22]

 

(…)[23]

 

Ebu Talib versammelt sich mit dem Stamm Haschim und el-Muttalib

 

Als Ebu Talib sah, dass die Quraisch die Übergabe vom Propheten an sie wollten, um ihn zu töten und sich an die früheren Serien von Vorfällen nach erinnerte, wie das was Uqbeh ibn Ebu Mu’at oder Abu Dschehl versuchten, versammelte er den Stamm der Haschim und el-Muttalib. Er rief sie dazu auf den Prophten zu beschützen. Alle von ihnen, Gläubige und Ungläubige, antworteten positiv außer seinem Bruder Ebu Leheb, der sich von ihnen abwandte und mit den Quraisch war.[24]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[1] In anderen Worten: Ich glaube an nicht an den Quran oder was dir offenbart wurden

[2] Delail en-Nubuwwah und Muchtasar es-Sira von Abdullah en-Nedschdi

[3] Muchtasar es-Sira

[4] Das ist der runde Bereich neben der Kaaba

[5] Überliefert in Sahih el-Buchari

[6] Muchtasar es-Sira

[7] Ibn Hischam

[8] Tariech Umar ibn al-Chattab

[9] Bei et-Tirmisi überliefert und von Scheich el-Albani als authentisch eingestuft

[10] Tariech Umar ibn al-Chattab. Es gibt verschiedene Überlieferer und Überlieferungen zu diesem Ereignis, jedoch ist keins davon authentisch belegbar.

[11] D.h. sie haben den Islam angenommen und den Schirk unterlassen aus unserer Sicht. Es gibt auch hier verschiedene Überlieferungen, die nicht alle authentisch sind.

[12] Tariech Umar ibn-ul-Chattab und Ibn Ishaq. Auch hier gibt es verschiedene Überlieferungen und viele Teile sind nicht authentisch.

[13] Sahih el-Buchari und Ibn Hischam

[14] Derjenige, der das Richtige vom Falschen, Rechte vom Unrechten, Wahrheit von der Lüge unterscheiden kann.

[15] Tariech Umar ibn-ul-Chattab

[16] Muchtasar es-Sira

[17] Tariech Umar ibn-ul-Chattab

[18] Sahih el-Buchari

[19] Die Übersetzung entspricht nicht dem Originalen im Arabischen, aber der Sinn kommt hin.

[20] Die Übersetzung entspricht nicht dem Originalen im Arabischen, aber der Sinn kommt hin

[21] Dieser Abschnitt stimmt nicht mit dem Arabischen überein, sie ist nur eine Wiedergabe des Sinnes.

[22] Tefsier ibn Kethier

[23] Vier Abschnitte fehlen hier bei der Übersetzung (Die Oberhäupter der Quraisch verhandeln mit dem Gesandten Allahs, Abu Dschehls Entschluss den Propheten zu töten, Verhandlungen und Zugeständnisse und Ratlosigkeit der Quraisch…) Seite 108-110 im Arabischem aus dem Druck von „Darul-Wefa“

[24] Ibn Hischam

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